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Meine Vergangenheit als Fußball-Fotograf

Alles begann mit einer Frage…

Fußballverrückt war ich schon immer. Noch lange bevor ich mich für das Fotografieren interessierte. Und irgendwann kam der Gedanke »Hey, eigentlich wäre es doch cool, mal ein Fußball-Spiel zu fotografieren«. Also schrieb ich eine E-Mail an meinen Herzensverein und fragte, ob es möglich sei, mal ein Spiel zu fotografieren.

Zum damaligen Zeitpunkt war der Verein von zahlreichen Krisen gebeutelt. Insolvenz, Abstieg in die fünftklassige Oberliga, Mittelmaß in der viertklassigen Regionalliga, Jahr für Jahr verpasste Ziele, Rücktritte von Präsidenten und vieles mehr. Der Club war Meilenweit vom eigenen Selbstverständnis entfernt. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga 2003 und der insolvenzbedingten Zwangsversetzung in die vierte Liga, hieß das Ziel: Sofortiger Wiederaufstieg.

2015 dümpelte der Verein noch immer in der Viertklassigkeit rum und fristete ein tristes Dasein — Highlights gab es nur wenige, wie zum Beispiel das Derby gegen Kickers Offenbach, das gleich meine fotografische Premiere in einem vollen Stadion war.  Da ahnte ich noch nicht, dass das nur mein Auftakt war…

Logo Wunder Waldhof

Saison 2015/16

Trainer Kenan Kocak hauchte dem Waldhof in der Saison 2015/16 Leben ein. Mit attraktivem Fußball sicherte sich der SVW die Meisterschaft in der Regionalliga und spielte in der Aufstiegsrelegation gegen den Meister der West-Staffel, die Sportfreunde Lotte. In Hin- und Rückspiel blieb der Waldhof torlos und musste sich am Ende geschlagen geben. Der Beginn eines Fluchs…

Es ist atemberaubend, die Atmosphäre eines vollen Stadions vom Spielfeldrand aus zu erleben.

Saison 2016/17

Trainer weg, Leistungsträger weg und dazu gefangen zwischen Frust über den verpassten Aufstieg und Lust auf Wiedergutmachung. Es war eine angespannte Saison, in der man der Mannschaft oft anmerkte, dass sie unter großem Druck stand. Als Vize-Meister erreichte man trotzdem erneut die Relegation — diesmal ging es gegen den Nord-Meister SV Meppen.

Nach einem 0:0 vor heimischem Publikum ließ Waldhof-Verteidiger Marcel Seegert verlauten, man werde nach Meppen fahren und „die weghauen“. Nach 120 torlosen Minuten ging es ins Elfmeterschießen. Seegert verschoss, und Sebastian Gärtner setzte den letzten Schuss flach an den Pfosten. Der Sturz ins Bodenlose…

Meine Zeit beim SVW ist etwas, worauf ich noch heute besonders stolz und dankbar dafür bin.

Saison 2017/18

Vier Relegationsspiele, eins davon sogar über 120 Minuten — kein Tor für Blau-Schwarz. Mittlerweile glaubte sogar ich an einen Fluch.

Der Waldhof stolperte in die neue Saison. Unter Trainer Gerd Dais wurden bis Oktober nur 21 von 39 möglichen Punkten geholt. Die Trennung war unausweichlich. Kapitän Michael Fink übernahm zunächst und wurde im Januar durch Bernhard Trares ersetzt. Trares führte den Waldhof mit offensivem Fußball zur erneuten Vize-Meisterschaft und damit zum dritten Mal in Folge in die Relegation.

Was folgen sollte war eine der schwärzesten Stunden in der Vereinsgeschichte. Nach einem 0:1 im Hinspiel beim KFC Uerdingen, dem fünften torlosen Relegationsspiel in Folge für den SVW, sollte der Bock im Rückspiel noch umgestoßen werden. Der Waldhof musste mit zwei Toren Unterschied gewinnen, geriet jedoch in Rückstand. Dem Ausgleich folgte noch in Halbzeit eins der erneute Rückstand.

Mit zunehmender Spieldauer wurde klar: Der Waldhof wird auch zum dritten Mal in Folge scheitern. Nach 82 Minuten sorgte der Waldhof-Block für einen deutschlandweit beachteten Skandal und sorgte durch den Einsatz von Pyrotechnik für einen vorzeitigen Spielabbruch. 45 Personen wurden verletzt. Der Verband wertete das Spiel nachträglich mit 2:0 für Uerdingen.

Für mich und viele andere brach eine Welt zusammen.

Saison 2018/19

Wunder Waldhof

Die Schande aus der Vorsaison warf ihre langen Schatten voraus. Erst kurz vor Saisonende gewann der SVW einen Gerichtsprozess vor dem Frankfurter Landgericht und bekam die vom Verband als Sanktion angedachten abgezogenen Punkte wieder zurück.

Sponsoren und Fans distanzierten sich zunächst vom Verein, doch die Waldhof-Mannschaft begeisterte von Woche zu Woche immer mehr mit ihrem Fußball und brachte den Glauben an den nicht mehr für möglich gehaltenen Aufstieg zurück nach Mannheim. Gleichzeitig verabschiedete sich der Verband von der unsäglichen Aufstiegsregelung. Fortan sollte der Meister direkt aufsteigen — mit nur zwei Niederlagen und sagenhaften 19 Punkten Vorsprung vor dem Vorjahres-Meister Saarbrücken belegte der Waldhof am Ende Platz eins und kehrte nach 16 Jahren in den Profi-Fußball zurück.

Das jahrelange Drama um den verpassten Aufstieg sucht wohl europaweit nach seinesgleichen, sollte letztlich aber die Grundlage für meinen Bildband sein, der mit Hilfe des SV Waldhof entstand. Zahlreiche Spieler, die die Höhen und Tiefen miterleben mussten, aber auch Vereinslegenden wie Klaus Schlappner kamen darin zu Wort.

Es war eine große Ehre, von dem Mann, der den Waldhof einst in die Bundesliga führte, persönlich in seinem Haus empfangen zu werden.

Tausende Menschen lagen sich in den Armen und weinten vor Freude. So etwas hatte ich noch nie gesehen.

Saison 2019/20

Meine fotografische Reise für den Waldhof war mit dem Erscheinen des Bildbands eigentlich abgeschlossen, das spürte ich. Ein Kreis hatte sich geschlossen, doch nach den ganzen Tiefschlägen wollte ich das Gefühl 3. Liga natürlich noch ein wenig auskosten und so verschlug es mich Woche für Woche deutschlandweit in große und berüchtigte Stadien. Mein Highlight? Ganz klar das heiß ersehnte Derby auf dem Betzenberg gegen den FCK vor fast 50.000 Zuschauern.


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